Bisher schaffe ich es tatsächlich jeden Tag ein paar Sätze in mein December Daily zu schreiben. Es funktioniert ganz gut für mich, dass ich das Album schon fertig vorbereitet hatte. Ich nehme mir jeden Tag die Zeit ein oder zwei Fotos auszudrucken und einen kurzen Text zu einem Ereignis des Tages oder einem Gedanken zu schreiben.
Die Kamera habe ich seitdem auch immer dabei. Das hat sich als wirklich praktisch heraus gestellt. Ich lege keinen besonderen Wert auf die Qualität der Bilder („Stimmt das Licht? Wie ist der Ausschnitt? Bildaufteilung?“ usw.) sondern ich versuche nur einen Moment, den ich sehe und von dem ich meine, dass ich ihn im December Daily eintragen möchte, festzuhalten. Dabei ist mir eins aufgefallen:
Das Licht ist grundsätzlich zu schlecht für gute Aufnahmen. Zumindest zu Zeiten, in denen ich Fotos machen kann (also früh morgens und spät abends). Trotzdem stelle ich mittlerweile ganz bewusst den Blitz ab. Ich versuche die Kamera hinzustellen (ich schleppe kein Stativ mit mir herum) oder den Arm abzustützen um sie möglichst ruhig zu halten. Ein Bild, das etwas verwackelt ist, aber trotzdem die Umgebung „realistischer“ zeigt, mag ich lieber als eins, was ausgeblitzt ist.
Da ich letzte Woche nicht mehr abwarten konnte, habe ich tatsächlich auch schon vor dem 1. Dezember angefangen. Dazu habe ich noch zusätzliche einfache Seiten vorne mit in meinen Ordner geheftet. Der Titel „Dezember 2011″ passt also nicht mehr so ganz. Das werde ich im nächsten Jahr anders machen.
Womit ich etwas Schwierigkeiten habe ist tatsächlich jeden Tag ein Thema für den Eintrag zu finden. Ich bin voll berufstätig und im Moment ist der Stress in der Firma groß. Abends bin ich einfach nur platt. Zu platt, um noch etwas Nettes zu unternehmen, über das man schreiben könnte. Aber jeden Tag von der Arbeit schreiben? Sicherlich gehört das zu meinem Leben (zu einem nicht unerheblichen Teil) und deshalb ist es auch an manchen Tagen Thema in meinem December Daily. Aber ich versuche auch ganz bewusst, es nicht jeden Tag zum Thema zu haben. Zum Glück gibt es genug Tipps überall hier im Internet, über was man noch schreiben kann – wenn es nicht ein Ereignis des Tages ist.
Hier ist eine meiner ersten Seiten. Das war ein Tag, in dem es Ärger in der Firma gab. War nicht schön und hat mich auch Abends noch beschäftigt. Da auch so etwas zum Leben gehört, habe ich es verarbeitet. Ich habe es aufgeschrieben und in den Umschlag getan. Es ist sehr persönlich und soll deshalb nicht so offensichtlich für jeden zu lesen sein. Außerdem möchte ich auch nicht sofort beim Durchblättern des Albums an jedes Detail erinnert werden.
Ich erinnerte mich an eine Postkarte, die ich mal gesehen habe. Es stand vorne drauf: „Wenn Dich das Leben nervt streu Glitzer drauf.“ Und genau das habe ich mit dem Umschlag getan.

Gestern habe ich über eine Weihnachtstradition von uns geschrieben. Wir kaufen immer einmal in (oder kurz vor) der Weihnachtszeit bei Lush ein. Ich liebe einfach den Geruch der Weihnachtsseife „Angel´s Delight“. Das gehört für mich schon so zu Weihnachten wie der Geruch nach Zimt und Tanne. In diesem Jahr wurde der Einkauf in einer weihnachtlichen Papiertüte verpackt. Die habe ich als Grundlage für die Seite genommen.


Was ich im nächsten Jahr in meinem December Daily auch anders machen werde ist das Ausschmücken der Seiten. In diesem Jahr habe ich abwechselnd eine farbige und eine neutrale Seite, für jeden Tag jeweils eine. Die farbigen Seiten habe ich zum Teil schon mit weihnachtlichen Verzierungen geschmückt, wie zum Beispiel in dem Bild oben mit den Schneeflocken. Das passt nun leider doch nicht ganz so gut zu der Seite. Wären die Schneeflocken nicht schon aufgeklebt gewesen, hätte ich es etwas anders gestalten können. In diesem Jahr ist es okay für mich, doch im nächsten Jahr werde ich da vorher drüber nachdenken.